Hör mal wer da spricht...
Zu diesem Thema ließen sich ca. 80 Personen zu unserem stop ´n go – Gottesdienst, einmal an einem Samstag einladen.
Mit einem hart gekochtem Ei (Sketch von Loriot) wurden wir von Gudrun Fleczoreck und Werner Pries begrüßt.
Das Anspielteam (Renate Zimmermann und Olaf Klaß) spielten uns mit einem gut gelungen Loriotsketch von Hermann und seiner Frau vor, wie Kommunikation auch aussehen kann. Volkmar Latossek (Ev. Pastor an der Stadtkirche in Celle) nahm uns mit hinein in das spannende Feld der Kommunikation und wie diese gelingen kann. An fünf Stationen versuchte er deutlich zu machen, wie die Kommunikation läuft:
1. der Mensch, der denkt, fühlt und sich verhält;
2. der Mensch teilt sich mit;
3. das Übermitteln der Botschaft;
4. der Nächste, der sieht und hört;
5. das Gehörte wird gedeutet, in Schubladen sortiert, verstanden oder nicht verstanden.
An Hand des Wortes aus Matthäus 28,19 „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ (als Auftrag für die Jünger und uns) vertiefte der Referent das Thema. So vom Glauben zu reden, dass die Zuhörer etwas von Gott verstehen, ist auch heute unsere Aufgabe.
Aber: es gibt keinen Menschen, der das gleiche denkt, fühlt oder glaubt. Und das macht das ganze so schwierig. Denn das, was der Mensch denkt, fühlt, glaubt muss zum Anderen hin.
Wir hören wer da spricht. Der Hörende entscheidet, ob er das Gesagte an sich heranlässt und wie er es hören will. Ein Text hat keine eindeutige Botschaft, sondern erst wenn etwas im Kopf passiert und es weiter verarbeitet wird, gestaltet sich eine Botschaft. Und das ist bei jedem wieder anders.
Volkmar Latossek machte uns zum Ende aber Mut, von Gott und unserem Glauben an ihn zu erzählen, auch wenn das bei jedem Menschen anders ankommt. Durch das Wirken des heiligen Geistes kann ein Wort in unmöglichen Situationen wirken und segnen. Und diesen Segen Gottes wünsche ich uns in allen unseren Kommunikationsversuchen.
Bericht: Helga Lüders, Springe | Fotos: Dietmar Tomczyk, Springe
(13. März 2010)




